Bemusterung Tag 2 – Kabelsalat

Der Start in den Dienstag erfolgte ohne unseren Bauberater, der er noch andere Termine hatte und schon am Montag Nachmittag abreisen musste.

Was an diesem Tag sehr viel Zeit (Fast 6 Stunden) verschlungen hat, obwohl die Firma Vimar und unser Bauberater unsere Planungen bis auf die genaue Position schon kannten, war der Punkt Elektro und Haussteuerung. Auch das ich die Positionierungspläne für die Anschlüsse die ich schon Vorabgeschickt hatte, hatten da nicht geholfen. Hier ein Wichtiger Tipp für alle die Vernünftig Elektro und Aussteuerung haben möchten: Macht eine Vorbemusterung oder lasst einen Extra Tag einplanen. Wir wusste genau was wir wollten, wir haben aber trotzdem ca. 6 Stunden gebraucht. Interessant ist vor allem das bei Elektro viel mit Pauschalen gerechnet wird, eine einzeln Abgesicherte Steckdose oder eine Netzwerksteckdose kostet immer denselben Betrag, egal wo im Haus sie ist. Bei der Anzahl (15-20 Netzwerkdoppeldosen) und den Pauschalen bei den Netzwerkdosen haben wir uns beschlossen die Dosen und Kabel selber zu verlegen und uns nur die Leerrohre legen zu lassen. Hinzukommt, neben den Kosten, dass ich das als Informatiker gelernt habe (Damals vor gefühlten Jahrhunderten in der Ausbildung) und wir in meiner Firma so etwas auch anbieten. Somit können wir auf das Know-how und das Werkzeug der Kollegen zurückgreifen. Ansonsten sollte man sich so etwas gut überlegen, das sieht bei YouTube einfacher aus als es ist. Vor allem, wenn man zukunftssicher direkt Cat7 Kabel und Cat6a Moduldosen haben möchte um in ein paar Jahren auf 10GBit im Haus zu gehen.

Was uns auch wichtig war, möglichst viel (Gegenspieler bei dieser Anforderung war hier das Budget) über die Vimar Haussteuerung zu realisieren. Die Vimar Haussteuerung basiert auf KNX und entsprechend sollte man bei der Planung sich an die Sicherheitsregeln halten. Hier hatten wir einen der beiden Vertreter in Deutschland von Vimar mit dabei, mit dem ich schon mal unsere Pläne besprochen hatte. Die einzelnen Punkte, die für uns von Interesse waren, sind:

  • Steuerung der Rollläden über den Bus
  • Steuerung des Lichtes im Haus
  • Steuerung der Fußbodenheizung
  • Steuerung der automatischen Entlüftung
  • Die Möglichkeit einzelne Steckdosen über die Steuerung zu schalten (Zum Beispiel für die Weihnachtsdeko oder andere Kleinigkeiten)

Im Rahmen der Bemusterung mussten wir uns auch von einigen Ideen aus Kostengründen verabschieden, die die leider auf der Strecke geblieben sind, waren:

  • Ein CO2 Messer zur automatischen Steuerung der Lüftung
  • Jede Steckdose einzeln in den Schaltschrank zu führen (Um später an der Absicherung oder Steuerung noch etwas zu ändern), die 3er Steckdosen über bzw. 5er statt 3er Kabel zu versorgen. Dafür ist aber leider die Kampa-Kalkulation mit den Pauschalen nicht geeignet. Und Elektro fremdvergeben war uns zu viel Arbeit und Risiko.
  • Video Sprechanlage
  • Wetterstation (Ja, braucht man nicht zwingend im Bus, und war das erste Opfer)

Weitere Dinge die wir an dem Tag bemustert haben war die Lüftung für die Kellerräume, da haben wir uns für eine zusätzliche Zuluft für den Lagerkeller entschieden. Das ging im Vergleich zu der Elektrobemusterung in quasi “Sekunden”. Wieder etwas länger haben wir dann für die Bodenfliesen und restliche Badezimmer Ausstattung gebraucht. Ursprünglich hatten wir mal die Idee von Fliesen in Holzoptik, leider lagen diese außerhalb der Preisgruppe und hatten auch eine Aufpreis pflichtige Sondergröße. Somit haben wir uns dann für eine “normale” Feinsteinzeug Fliese entschieden. Diese war in der Größe 60×30 cm (Größte Größe ohne Verlege Aufpreis) noch in unserer Preisgruppe enthalten. Wir haben mit der Größe 60×60 cm geliebäugelt, aber bei 4€/m² PG Aufschlag und 11€/m² Verlegaufschlag für 65m² alleine nur im Erdgeschoss war uns dann anderes wichtiger.

Die Badezimmerausstattung war recht schnell, was ist alles im Standard? Das war das Auswahlkriterium, außer für den Badezimmerschrank mit Waschbecken für das Bad im Obergeschoß. Da hat Kerstin eine schöne Vorstellung was sich da gut macht. Da Kampa da aber nichts im Sortiment hatte, machen wir uns selbst auf die Suche nach was passenden. Nach dem wir dann um halb sieben bei Kampa mit qualmenden Köpfen raus sind, haben wir wieder im Hotel gegessen. Dabei haben wir dann die Entscheidung mit den Fliesen und der Eigenleistung für die Netzwerkverkabelung getroffen, nachdem ich mal etwas mit den diversen Zahlen und dem Taschenrechner jongliert hatte.

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Veröffentlicht von

Fabian Niesen

Fabian Niesen ist seit Jahren beruflich als IT-Consultant unterwegs und arbeitet bei der Steep GmbH in Bonn. Seine Hobby’s sind Social Media, Bloggen, Mittelaltermärkte und Historische Lieder.